#Astrid – Der Klang von Leistung

Alles war anders jetzt. Sie hatte sich für´s Schreiben entschieden. Bloggen – so hieß es zudem – sei ein Sichtbarkeitsfaktor. Sie buchte ein neues digitales Programm (das dritte in 4 Jahren). Ohne Druck, mehr mit Sein als mit Machen, so stellte Astrid es sich vor. Alles aufschreiben, was gerade den Weg kreuzt. Ohne Druck.

Im neuen Trainingsprogramm gab es unendlich viele Impulse für die Sichtbarkeit -inhaltlich und technisch. Und irgendwann stellte sie fest, dass ihr etwas fehlte: Fokus. Klarheit. Genaue Zielgruppe. Das Thema war eindeutig Sichtbarkeit versus Perfektionismus. Doch das war nicht spitz. Für wen? Warum? Mit welchen Methoden?

Expertise sei wichtig, hörte sie nun schon zum dritten Mal und der Ruf schien lauter zu werden. In ihr regte sich Widerstand. Und das wra „irgendwie“ wichtig.

Widerstände sprechen Bände

Sie beschloss, die Lupe auf den Widerstand zu richten und fand Interessantes heraus. Das Thema „Leistung“ hatte ihr frühes Leben geprägt. Sie schien das Einzige zu sein, wofür es Anerkennung gab. Das hatte ihr Angst gemacht und alle Freude genommen.

Sie erinnerte sich, wie sie als 8jährige in der Schule das Bach Präludium vorspielen musste und ihre Finger vor lauter Angst eiskalt und stocksteif über die Tasten fuhren. Und sie heilfroh war, als es endlich vorbei war.

Jetzt klopfte es wieder an diese Tür. Und wie ein Blitz traf sie die Erkenntnis, dass in diesem Thema eine große Spur lag. Das Wort, der Begriff LEISTUNG sollte neu mit Leben gefüllt werden! Und zwar von ihr selbst. Das war ihre Achillesferse.

Aufräumen mit diesem Mist. Freude statt Angst. Schluss mit Klein-Klein.

Also, Ärmel hochgekrempelt und los geht´s. Jetzt ist Machen statt Grübeln dran.

Neue Kampagne für 26 deckt es auf

10 für 26 hieß eine neue Kampagne der starken Judith Peters, die in The Content Society in kongenialer Weise vormachte, wie wirksame Sichtbarkeit geht. Lebendig, sympathisch, erfolgreich. Sie war Vorbild mit jeder Faser.

Die Kampagne 10 für 26 reizte Astrid und sie stöberte bei den Kolleginnen, wie sie es umgesetzt hatten. Schöne Beispiele fand sie dort. Aha, die Vision als Prophezeiung, so war es gemeint. Genial -. Lieblingsthemen beschreiben. Hypothesen aufstellen.

Ich ziehe der Leistung ein neues schillerndes Kleid an

Das gefiel ihr. Sie entdeckte, dass sie Leistung immer mit Nüchternheit verband. Mit Sachlichkeit. Der angeblichen Wahrheit. Studien, die irgendetwas belegen. Dabei wusste sie schon immer, dass es keine objektive Wahrheit gab. Und wenn etwas seit 2020 offensichtlich geworden war, dann war es das.

Also – warum nicht einfach aufhören damit? Dafür sorgen, dass Leistung ein neues Kleid angezogen kriegt. Bei dem Gedanken fühlte sie Freiheit. Und Entschlossenheit.

Bedürfnisse sind magisch

Das Kribbeln der Bedürfnisse war wieder da. Unglaublich, wie gut das Fühlen tut, gerade nach Tagen im Gedankenkarrussel. Feine Freude.

Das war eins ihrer Lieblingsthemen: die Magie der Bedürfnisse. Das Geschichten Schreiben als konkreter Ausdruck von Wertschätzung. Lauter wichtige Dinge, um das Leben zu verschönern. Ganz viel Schillerndes, das es gratis gibt.